NHANES-Studie RA: Neue Hinweise für Mortalitätsreduktion durch gesunde Ernährung

26.05.2025
Ausgabe 2/2025
2 min. Lesedauer

Inwieweit durch Ernährung die Prognose von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) beeinflusst werden kann, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Neue Daten, die für eine mögliche Reduktion sogar der Gesamtmortalität durch eine gesunde Ernährung mit hohem antientzündlichen Potenzial sprechen, liefert eine weitere Auswertung der US-amerikanischen NHANES-Studie. Patienten mit hoher Adhärenz zu einer gesunden Ernährung, die einer mediterranen Kost ähnelt, hatten eine um 30% reduzierte Gesamtmortalität (Hazard Ratio [HR] 0,70; 95% CI: 0,53–0,92; adjusted p=0,01). Allerdings ergaben nicht alle Analysen der komplexen Ernährungsscores auf Basis des Healthy Eating Index (HEI-2015) und des Dietary Inflammatory Index (DII) eine signifikante Mortalitätsreduktion.

EpidemiologieVersorgungsatlas: Autoimmunerkrankungen nehmen in Deutschland weiter zu

26.05.2025
Ausgabe 2/2025
1 min. Lesedauer

Etwa jeder zehnte Deutsche leidet laut aktuellen Zahlen zu rund 73 Mio. GKV-Versicherten für das Jahr 2022 an mindestens einer Autoimmunerkrankung. Die Prävalenz fast aller bewerteten 30 Autoimmunerkrankungen stieg von 2012 bis 2022 insgesamt um 22% von 7,06% im Jahr 2012 auf 8,61% im Jahr 2022. Psoriasis (Prävalenz 1,85% ) und Rheumatoide Arthritis (1,36%) zählen zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen, Platz 1 belegt die Hashimoto-Thyreoiditis (2,30%).

Frühe rheumatoide Arthritis (RA)MTX-Monotherapie: Prädiktive Faktoren für den Erfolg bei Patienten mit RA

20.12.2024
Ausgabe 1/2025
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Methotrexat (MTX) ist nach wie vor das krankheitsmodifizierende Antirheumatikum (DMARD) der ersten Wahl bei Beginn einer RA-Therapie, und als Monotherapie bei frühzeitigem Einsatz oft erfolgreich. 59,4% der Patienten mit früher RA sprachen laut einer aktuellen Studie aus Indonesien auf eine MTX-Monotherapie an: ein Drittel war nach 12 Monaten in Remission, 26,4% wiesen eine niedrige Krankheitsaktivität auf. In der retrospektiven Kohortenstudie wurden Daten von 254 Patienten mit früher RA ausgewertet, im Mittel 48 Jahre alt, 95,7% Frauen. 69,3% der Patienten hatten zu Beginn eine moderate Krankheitsaktivität (Disease Activity Score-28 with erythrocyte sedimentation rate (DAS28-ESR) > 3,2 ≤ 5,1), die übrigen eine hohe (DAS28-ESR > 5.1). Die meisten Patienten wurden vor Beginn der MTX-Therapie mit Kortikosteroiden behandelt (> 7,5 mg Prednisonäquivalente täglich). MTX wurde langsam hochtitriert, im Median wurden als Dauertherapie 15 mg/Woche (IQR 12,5–20 mg) eingesetzt. In der Multivarianzanalyse der Daten wurden nach Angaben der Autoren 4 signifikante Prädiktoren für einen Behandlungserfolg gefunden: niedrigere Krankheitsaktivität bei Studienbeginn (Odds Ratio [OR] 1,97; 95% CI 1,04–3,72 vs. hohe Krankheitsaktivität, p = 0,04), normale ESR-Spiegel (OR 2,58; 1,05–6,34, p = 0,04), Normalgewicht (OR 2,55; 1,45–4,49, p = 0.00) und Zahl druckempfindlicher Gelenke ≤ 5 (OR 2,45; 1,31–4,58, p = 0,00).

Axiale Spondyloarthritis (axSpA)Langfristiges Training kann schwere Funktionseinschränkungen lindern

20.12.2024
Ausgabe 1/2025
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Patienten mit axSpA und schweren körperlichen Funktionseinschränkungen können von einem einjährigen Trainingsprogramm unter Anleitung deutlich profitieren. In einer niederländischen Studie war in der Interven- tionsgruppe nach einem Jahr der Beschwerdegrad signifikant geringer als in der Vergleichsgruppe mit Standardtherapie. Auch bei den meisten sekundären Endpunkten zeigten sich deutlichere Verbesserungen. An der Studie nahmen insgesamt 214 axSpA-Patienten teil, im Mittel 52 Jahre alt, die unter schweren körperlichen Beeinträchtigungen litten, z. B. Schwierigkeiten beim Anziehen oder Waschen hatten. Die Hälfte von ihnen nahm zusätzlich zur Standardtherapie an einem einjährigen personalisierten Trainingsprogramm unter Anleitung teil: Insgesamt wurden im Schnitt 40,5 Übungen mit einer Dauer von jeweils 30 Minuten absolviert, z. B. Walking, Radfahren, Crosstrainer oder Muskeltraining. Zu Beginn und nach einem Jahr wurden Funktionalität und Lebensqualität der Patienten beider Gruppen beurteilt.

Systemischer Lupus erythematodes (SLE)Expertenkonsens zu körperlicher Aktivität bei SLE

20.12.2024
Ausgabe 1/2025
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Körperliche Aktivität und spezifisches Training können den Gesundheitszustand und die Lebensqualität von SLE-Patienten verbessern, sollten aber an die individuellen Bedürfnisse sowie an Krankheitsaktivität und Organbeteiligungen angepasst werden. Empfehlungen dazu hat eine internationale Taskforce aus 17 Experten aus unterschiedlichen Disziplinen unter Beteiligung von zwei SLE-Patienten erarbeitet. Die Expertengruppe hat sich auf Basis eines systematischen Literaturreviews auf 3 übergeordnete Grundsätze und 15 spezifische Empfehlungen geeinigt, die bei der Anleitung von SLE-Patienten zu körperlicher Aktivität helfen sollen.