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Axiale Spondyloarthritis (axSpA)Kriterien für schwer behandelbare und therapierefraktäre axSpA vorgestellt

09.06.2026Ausgabe 3/20262min. Lesedauer

Bei nicht wenigen axSpA-Patienten wird auch bei Einsatz biologischer (b) bzw. gezielt wirkender (ts) DMARDs kein zufriedenstellendes Therapieergebnis erzielt. The Assessment of SpondyloArthritis International Society (ASAS) hat kürzlich konsensus-basierte Kriterien definiert, wann eine schwer behandelbare (difficult-to-manage, D2M) axSpA vorliegt. Eine Untergruppe hat therapierefraktäre (TR) axSpA.

36 Experten zählen zu der Task-Force, die die Kriterien für D2M- und TR-axSpA auf Basis eines Literatur-Reviews erarbeitet hat. Das Konzept orientiert sich dabei an den EULAR-Kriterien zur Definition einer difficult-to-treat (D2T)-rheumatoiden Arthritis. 3 Kriterien müssen für das Vorliegen einer D2M-axSpA erfüllt sein:

  • 1. Versagen von ≥2 tb/ts DMARDs mit unterschiedlichem Wirkmechanismen (sofern es keine Kontraindikationen gegen bestimmte Wirkstoffklassen gibt). Zur Therapie der axSpA sind bishur nur 3 b/ts-Wirkstoffklassen verfügbar: anti-TNF-Antikörper, Interleukin-17- und Januskinase (JAK)-Inhibitoren.
  • 2. unzureichende Kontrolle von Zeichen bzw. Symptomen einer axSpA, definiert als mindestens eines dieser Befunde:
  • - hohe oder sehr hohe Krankheitsaktivität (Axial Spondyloarthritis Disease Activity Score [ASDAS] ≥ 2,1.
  • - Zeichen oder Symptome, die auf eine aktive Erkrankung hinweisen (muskuloskelettale oder extra-muskuloskelettale Manifestationen, erhöhtes C-reaktives Protein [CRP], Zeichen einer aktiven Entzündung im MRT).
  • - rasche radiologische spinale Progression (definiert als > 2 neue Syndesmophyten/Knochenbrücken im Verlauf von 2 Jahren.
  • - trotz Nicht-Vorliegen dieser Befunde eingeschränkte Lebensqualität aufgrund von axSpA-Symptomen.
  • 3. Die vorliegenden Zeichen bzw. Symptome der Erkrankung werden vom behandelnden Rheumatologen oder Patienten als problematisch eingestuft.

Eine therapierefaktäre axSpA gilt als Untergruppe der D2M-axSpA, bei der das Therapieversagen auf eine echte Non-response auf die antientzündliche Therapie zurückgeführt wird. Kennzeichen einer TR-axSpA sei ein ASDAS ≥ 2,1 in Kombination mit erhöhtem CRP oder Entzündungszeichen im MRT unter Ausschluss anderer Ursachen, schreibt die Task-Force. Als weitere mögliche Ursache für eine TR-axSpA nennen die Autoren nicht-nozizeptive Schmerzmechanismen, Vorliegen von Begleiterkrankungen oder andere Faktoren inkl. sozio-psychologischer Aspekte. Dies müsse weiter untersucht werden.

Quelle
  • Poddubny D et al. The Assessment of SpondyloArthritis International Society (ASAS) Consensus-Based Expert Definition of Difficult-to-Manage, including Treatment-Refractory, Axial Spondyloarthritis. Ann Rheum Dis 2025; 84: 538−546. doi.org/10.1016/j.ard.2025.01.035

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