Rheumatoide Arthritis (RA)Leicht erhöhtes Infektionsrisiko unter JAKi vs. subkutanen bDMARDs

20.12.2024
Ausgabe 1/2025
1 min. Lesedauer

Real-World-Daten aus den Niederlanden weisen auf ein leicht erhöhtes Infektionsrisiko von RA-Patienten unter Therapie mit Januskinase-Inhibitoren (JAKi) im Vergleich zu biologischen, subkutan applizierten DMARDs (bDMARDs) hin. Insbesondere das Herpes zoster-Risiko war erhöht. Ausgewertet wurden Daten von 14.989 RA-Patienten und 20.050 Behandlungsepisoden mit JAKi oder s.c. bDMARDs im Zeitraum von August 2018 bis Januar 2021. Zur Beurteilung von Infektionen der Behandelten wurden Verordnungen von Antibiotika, antiviral oder antifungal wirkenden Präparaten herangezogen. Die Infektionsinzidenzraten waren unter JAKi signifikant höher (48 pro 100 Patientenjahre) als unter bDMARDs (35 pro 100 Patientenjahre). Dies galt für alle Altersgruppen und für Tofacitinib sowie Baricitinib gleichermaßen. Adjustiert war das relative Risiko (RR) einer Infektion unter JAKi um 22% erhöht (RR 1,22; 95% CI: 1,12–1,33). Besonders deutlich war das Risiko für Herpes zoster erhöht (RR 2,65; 95% CI 1,94–3,60). Unter älteren Studienteilnehmern ≥ 65 Jahre waren die Infektionsinzidenzraten höher als bei < 65-jährigen, bei den adjustierten Analysen zeigten sich aber keine Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

EULAR 2024Cycle-Strategie bei axSpA Swap-Strategie überlegen

25.10.2024
Ausgabe 5/2024
1 min. Lesedauer

Was ist die bessere Strategie, wenn bei Patienten mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) der zuerst eingesetzte TNF-alpha-Inhibitor (TNFi) nicht ausreichend wirksam ist oder Nebenwirkungen auftreten: Auf einen anderen TNFi wechseln (Cycle-Strategie) oder ein Biologikum mit anderem Wirkprinzip einsetzen (Swap-Strategie), z. B. einen Interleukin (IL)-Inhibitor? In einer niederländischen Studie ist dies bei 335 axSpA-Patienten untersucht worden. 270 von ihnen wurden per Cycle- und 65 per Swap-Strategie behandelt und nach Versagen eines TNFi auf einen IL-17-Inhibitor umgestellt.

Rheumatoide ArthritisSchwierig behandelbare RA langfristig oft therapierbar

25.10.2024
Ausgabe 5/2024
2 min. Lesedauer

Eine als schwer behandelbar eingestufte rheumatoide Arthritis (D2T-RA; difficult to treat) muss nicht mit einer schlechten Langzeitprognose einhergehen. In einer japanischen Studie bei 150 solcher Patienten wurden immerhin 67 (45%) 5 Jahre später als behandelbar eingestuft: Definiert als Remission oder geringe Krankheitsaktivität für mindestens 3 aufeinanderfolgende Monate bei der letzten Visite.

GichtErste S3-Leitlinie zum Gicht-Management

25.10.2024
Ausgabe 5/2024
2 min. Lesedauer

1%-2% der erwachsenen Deutschen haben Gicht und leiden oft unter rezidivierenden akuten Anfällen. Betroffen sind vor allem Männer. Das Risiko einer Gicht steigt mit zunehmendem Alter. Erstmals hat die DGRh gemeinsam mit 7 weiteren Fachgesellschaften eine S3-Leitlinie zum Gicht-Management erarbeitet. Insgesamt hat die Leitliniengruppe 25 Empfehlungen formuliert. „Die neue S3-Leitlinie ist ein Meilenstein in der Behandlung von Gicht-Patienten“, so PD Dr. med. Uta Kiltz, Rheumazentrum Ruhrgebiet. Mehrere Untersuchungen in den letzten Jahren hätten gezeigt, dass die Versorgung von Gicht-Patienten in Deutschland noch immer nicht adäquat erfolge.

DGRhNeues Memorandum: Mehr Rheumatologen zur optimalen Patientenversorgung notwendig

25.10.2024
Ausgabe 5/2024
3 min. Lesedauer

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) hat kürzlich die 4. Neuauflage ihres Memorandums zur rheumatologischen Versorgung in Deutschland veröffentlicht. Etwa 1,8 Mio. Erwachsene in Deutschland leiden aktuell unter einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung (ERE) – Tendenz steigend. Eine optimale Versorgung der Betroffenen sei nur in wenigen Regionen gewährleistet, moniert die Fachgesellschaft. Sie fordert eine deutliche und nachhaltige Steigerung der Zahl von Weiterbildungsstellen im ambulanten und stationären Bereich, die Schaffung weiterer rheumatologischer Lehrstühle an deutschen Universitäten sowie die weitere Umsetzung neuer und sektorenübergreifender Versorgungsformen.