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Rheumatoide Arthritis (RA)Schwangere mit RA: fast doppelt so häufig Frühgeburten wie bei Gesunden

02.10.2026Ausgabe 5/20262min. Lesedauer

Schwangerschaftskomplikationen wie Frühgeburten oder geringes Schätz- bzw. Geburtsgewicht (small gestational age, SGA) sind bei Frauen mit RA deutlich häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. Das verdeutlichen Daten einer französischen Kohortenstudie.

100 Schangerschaftsverläufe bei 90 Frauen mit RA wurden ausgewertet. Der Anteil der Frühgeburten lag bei 15,9% und von SGA bei 20,5% und war damit rund doppelt bzw. fast dreifach so hoch wie in der Vergleichsgruppe, 359 gematchten Schwangeren aus der Allgemeinbevölkerung ohne RA. Das Chancenverhältnis (Odds Ratio [OR]) einer Frühgeburt lag in der RA-Gruppe bei 2,08 (95% CI: 1,04-4,09), einer SGA der 10. Perzentile bei 2,11 (95% CI 1,12-3,94) und einer SGA der 3. Perzentile bei 3,21 (95% CI: 1,13-9,44). In die prospektive Multicenter-Kohortenstudie wurden schwangere Frauen mit RA im Zeitraum 2015 bis 2021 eingeschlossen. Sie waren im Schnitt 33,7 +/- 5 Jahre alt und 57,6% bisher kinderlos. Während der Schwangerschaft wurden 46% der Frauen mit Glukokortikoiden, 25% mit konventionellen und 39% mit biologischen DMARDs behandelt. Bei 10 Schwangerschaften kam es zu einer Fehlgeburt, meist vor der 22. SSW. 84% der Schwangerschaften führten zu reifen Geburten. Unter den 14 Frühgeburten war nur eine schwere (< 32. SSW). Eine SGA wurde mit Nullipara assoziiert (adjusted OR [aOR] 4,38; 95% CI: 1,12-9,78), eine Frühgeburt mit dem Alter der Mutter (aOR 1,14; 95% CI: 1,01-1,30) und einer Exposition mit hohen Glukokortikoiddosen ≥10 mg/Tag (aOR 4,91, 95% CI: 1,30-10,59). Die Daten unterstrichen den Bedarf eines sorgfältigen Monitorings des fetalen Wachstums und des Risikos einer Frühgeburt bei schwangeren Frauen mit RA, schreiben die Studienautoren. Hohe Glukokortikoiddosen sollten vermieden werden.

Quelle
  • Hamroun S et al. Evaluation of pregnancy outcomes in patients with rheumatoid arthritis compared with the general population: results from a French national prospective and matched study. RMD Open 2026; 12: e006922. doi.org/10.1136/rmdopen-2026-006922

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