Axiale Spondyloarthritiden (axSpA)ASAS-Kohorte: Bei 20% entzündliche Läsionen nur an der Wirbelsäule
Eine neue Subgruppenanalyse der Daten von Patienten der weltweiten Assessment of SpondyloArthritis International Society (ASAS)-Klassifikationskohorte gibt Aufschluss über Häufigkeit und Verteilung entzündlicher und struktureller Läsionen in den Iliosakralgelenken (ISG) und der Wirbelsäule von axSpA-Patienten. Den Daten zufolge lohnt sich eine spinale Kernspintomographie (MRT): Bei 20% der Patienten, bei denen sowohl eine MRT des ISG als auch der Wirbelsäule erfolgt waren, fanden sich ausschließlich an der Wirbelsäule entzündliche Läsionen. Eine zusätzliche periphere Beteiligung der Erkrankung (Arthritis, Daktylitis, Enthesitis) hatte auf die Ergebnisse nur geringen Einfluss.
In der Studie wurden Daten von 199 axSpA-Patienten mit ISG-MRT ausgewertet. Bei 67 von ihnen war auch ein spinales MRT erfolgt. Die Patienten waren im Mittel 30,3 Jahre alt, 54,8% männlich, 49% hatten eine Arthritis, 43% eine Enthesitis und 6% eine Daktylitis. Bei 49% der Patienten zeigten sich im MRT des ISG subchondrale Knochenmarködeme, weitere entzündliche Läsionen fanden sich in 4%-18%. Die häufigsten strukturellen Veränderungen am ISG waren Erosionen (35%) und Fettläsionen (22%). An der Wirbelsäule zeigten sich bei 38% der Untersuchten Knochenmarködeme, bei 25% Fettläsionen und bei 5% Syndesmophyten/Ankylose. Der Zusatznutzen eines spinalen MRT wurde bei 40 Patienten belegt, bei denen beide MRT-Untersuchungen erfolgt waren. Entzündliche Läsionen wurden bei 18% an beiden Stellen nachgewiesen, bei 38% nur am ISG und bei 20% nur an der Wirbelsäule. Strukturelle Läsionen fanden sich bei 19% an beiden Läsionen, bei 30% nur am ISG und bei 5% nur an der Wirbelsäule. Der Stellenwert eines zusätzlichen spinalen MRT sollte weiter untersucht werden, so die Studienautoren. Hilfreich sei die Untersuchung vor allem bei Patienten mit starkem Verdacht einer axSpA, bei denen das ISG-MRT unauffällig gewesen sei.
- Machado P et al. Prevalence and anatomical distribution of MRI lesions in axSpA and differences between patients with and without peripheral involvement: results from the ASAS classification cohort. RMD Open 2026; 12: e006266. doi.org/10.1136/rmdopen-2025-006266
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