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ACR Convergence 2025Früher Einsatz von TNFi bei früher RA vorteilhaft

28.01.2026Ausgabe 1/20261min. Lesedauer

Den hohen Stellenwert einer frühzeitigen Therapie mit TNF-alpha-Inhibitoren (TNFi) bei früher Rheumatoider Arthritis (RA) verdeutlichen neue Studiendaten, die beim ACR (American College of Rheumatology) Convergence-Kongress 2025 in Chicago vorgestellt worden sind.

In einer britischen Kohortenstudie bei insgesamt 342 Patient:innen mit früher RA zeigten sich langfristige Vorteile einer 12-monatigen anti-TNF-Induktionstherapie (n=114, off-label) im Vergleich zu 224 gematchten Patienten, die mit konventionellen Antirheumatika (csDMARDs) behandelt wurden. Die Teilnehmer waren vor Studienbeginn DMARD-naiv und wurden bis zu 10 Jahre beobachtet. Beim 5-Jahres-Follow-up hatten in der Gruppe, die initial mit anti-TNF-Antikörpern behandelt worden waren, nur 0,9% eine schwierig zu behandelnde RA (D2T-RA: Versagen ≥ 2 b/tsDMARDs) im Vergleich zu 7% in der Standardtherapie-Gruppe (p=0,037). Die Raten medikamentenfreier Remissionen waren in der anti-TNF-Gruppe ebenfalls deutlich höher (13,2% vs. 6,1%, p=0,049). Nach 10 Jahren waren die Unterschiede bei diesen Endpunkten nicht mehr signifikant (6% vs. 11%, p=0,513). Signifikant besser waren beim 10-Jahres-Follow-up in der anti-TNF-Gruppe die Raten anhaltender Remissionen (62% vs 45%, p=0,014). Die Studie verdeutliche das Potenzial einer initialen anti-TNFi-Therapie bei früher RA, so die Autoren.

Quelle
  • Toyoda T et al. First line anti-TNF therapy in early rheumatoid arthritis is associated with a lower frequency of difficult-to-treat disease at five years and better long-term outcomes compared with usual care. ACR Convergence 2025, Chicago, Abstract 1677. iww.de/s14914

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